Fachwissen
23.03.2026
Skipper Prüfungsfit Redaktion

Nautisches Glossar - 100+ Begriffe für den Sportbootführerschein

Wer den Sportbootführerschein machen möchte, begegnet einer Vielzahl nautischer Fachbegriffe. Dieses Glossar erklärt über 100 wichtige Begriffe aus der Seemannssprache – von A wie Achterleine bis Z wie Zweifarbenlaterne. Nutze es als Nachschlagewerk während deiner Prüfungsvorbereitung!

A

  • Abeam – Querab, im rechten Winkel zur Kiellinie des Schiffes.
  • Abdrift – Seitliche Versetzung eines Schiffes durch Wind oder Strömung vom geplanten Kurs.
  • Ablegen – Das Manöver des Losmachens und Verlassens eines Liegeplatzes.
  • Achteraus – In Richtung hinter dem Schiff (Gegenteil von voraus).
  • Achterleine – Festmacherleine, die vom Heck schräg nach achtern führt.
  • Achtknoten – Verdickungsknoten am Leinenende, verhindert das Durchrutschen durch Blöcke.
  • Ankerlicht – Weißes Rundumlicht (360°), das ein ankerndes Fahrzeug bei Nacht zeigt.
  • Anluven – Den Bug näher an den Wind drehen (Kursänderung zum Wind hin).
  • Aufschießer – Manöver, bei dem das Boot in den Wind gedreht wird, um Fahrt wegzunehmen.
  • Auftrieb – Die nach oben wirkende Kraft des Wassers auf einen Körper.
  • Auge – Eine geschlungene Schlaufe in einer Leine.

B

  • Backbord – Die linke Seite des Schiffes in Fahrtrichtung gesehen (Signalfarbe: rot).
  • Bake – Festes Seezeichen an Land zur Navigation.
  • Beaufort – Skala zur Messung der Windstärke von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan).
  • Belegen – Eine Leine an einer Klampe oder einem Poller sicher festmachen.
  • Beschlag – Metallteile und Armaturen am Boot (z. B. Klampen, Schäkel, Blöcke).
  • Bilge – Der tiefste Punkt im Schiffsinneren, wo sich Wasser sammelt.
  • Block – Seemännische Bezeichnung für eine Umlenkrolle.
  • Bö – Plötzlicher, kurzzeitiger Anstieg der Windgeschwindigkeit.
  • Breitengrad – Geografische Koordinate, gibt die Nord-Süd-Position an (0°–90°).
  • Brücke – Erhöhter Steuerstand eines Schiffes.
  • Bug – Vorderer Teil des Schiffes.
  • Bugleine – Festmacherleine, die vom Bug nach vorne führt.

C

  • Charter – Das Mieten eines Bootes für einen bestimmten Zeitraum.
  • Compasskurs – Der am Magnetkompass abgelesene Kurs (siehe MgK).

D

  • Dalben – In den Gewässergrund gerammte Pfähle zum Festmachen von Schiffen.
  • Dampfer – Umgangssprachlich für ein Maschinenfahrzeug (im Sinne der KVR).
  • Davit – Kranvorrichtung zum Aussetzen und Einholen von Beibooten oder Rettungsinseln.
  • Deckspeigart – Öffnung in der Bordwand oder im Deck zum Ablauf von Wasser.
  • Deviation – Ablenkung des Magnetkompasses durch bordeigene Magnetfelder.
  • DGPS – Differential GPS – satellitengestütztes Navigationssystem mit erhöhter Genauigkeit.
  • Dingi – Kleines Beiboot, oft aufblasbar.
  • Drift – Geschwindigkeit der Strömung.
  • Dünung – Lange, gleichmäßige Wellenbewegung ohne aktuellen Windeinfluss.

E

  • Ebbe – Phase des fallenden Wasserstands zwischen Hochwasser und Niedrigwasser.
  • Echolot – Gerät zur Messung der Wassertiefe mittels Ultraschall.
  • Einklarieren – Zollmäßige Anmeldung bei Einfahrt in ein fremdes Hoheitsgebiet.
  • EPIRB – Emergency Position Indicating Radio Beacon – Seenotfunkbake mit GPS.
  • Etmal – Zurückgelegte Distanz eines Schiffes innerhalb von 24 Stunden.

F

  • Faden – Altes Tiefenmaß, 1 Faden = 1,83 m.
  • Fahrrinne – Markierter Bereich eines Gewässers, der für die Schifffahrt vorgesehen ist.
  • Fender – Puffer aus Gummi oder Kunststoff zum Schutz der Bordwand beim Anlegen.
  • Festmacher – Leinen, mit denen ein Boot am Steg oder Poller festgemacht wird.
  • Flut – Phase des steigenden Wasserstands zwischen Niedrigwasser und Hochwasser.
  • Freibord – Abstand zwischen der Wasserlinie und der Oberkante der Bordwand.
  • Funkzeugnis – Befähigungsnachweis für die Bedienung von Seefunkgeräten (z. B. SRC, LRC).

G

  • Gieren – Ungewollte Drehbewegung des Bootes um die Hochachse (Schlängeln).
  • Großsegel – Das Hauptsegel, das hinter dem Mast gefahren wird.
  • Grundsee – Steil aufsteigende Welle in flachem Wasser – besonders gefährlich.

H

  • Heck – Hinterer Teil des Schiffes.
  • Hecklicht – Weißes Licht am Heck mit einem Abstrahlwinkel von 135°.
  • Hochwasser (HW) – Höchster Wasserstand einer Tide.
  • Hundewache – Die Nachtwache zwischen 0:00 und 4:00 Uhr.

I

  • IALA – International Association of Marine Aids to Navigation – legt das Betonungssystem für Seezeichen fest.
  • Impeller – Pumpenrad in der Kühlwasserpumpe eines Bootsmotors.
  • In Lee – Auf der windabgewandten Seite.

J

  • Jolle – Kleines, offenes Segelboot ohne festen Kiel (mit Schwert).

K

  • Kabellänge – Maßeinheit, 1 Kabellänge = 185,2 m = 1/10 Seemeile.
  • Kardinalsystem – Seezeichensystem, das die Lage einer Gefahrenstelle relativ zur Kompassrichtung anzeigt.
  • Kennung – Charakteristisches Blinkmuster eines Leuchtfeuers zur Identifikation.
  • Kiel – Unterster Teil des Bootsrumpfes; sorgt für Stabilität und verhindert Abdrift.
  • Kimm – Scheinbare Grenzlinie zwischen Wasser und Himmel (Horizont auf See).
  • Klampe – Metallbeschlag auf dem Boot zum Belegen von Leinen.
  • Knoten (kn) – Geschwindigkeitseinheit auf See: 1 kn = 1 Seemeile pro Stunde.
  • Kollisionsregeln (KVR) – Kollisionsverhütungsregeln – internationale Vorschriften zur Verhütung von Zusammenstößen auf See.
  • Kompassrose – Auf der Seekarte eingedruckte Gradeinteilung zur Kursbestimmung.
  • Koppeln – Standortbestimmung durch Fortschreibung von Kurs, Geschwindigkeit und Zeit.
  • Krängen – Seitliche Neigung des Bootes durch Wind oder Gewichtsverlagerung.
  • Kreuzpeilung – Standortbestimmung durch Peilung auf zwei oder mehr bekannte Objekte.
  • Kreuzen – Gegen den Wind segeln durch abwechselndes Wenden.
  • Kurzer Ton – Schallsignal von etwa einer Sekunde Dauer.
  • KVR – Kollisionsverhütungsregeln – internationale Regeln zur Vermeidung von Zusammenstößen auf See.

L

  • Langer Ton – Schallsignal von vier bis sechs Sekunden Dauer.
  • Lateralsystem – Seezeichensystem, das die Seiten einer Fahrrinne markiert (rot: Backbord, grün: Steuerbord in IALA-Region A).
  • Lee – Die dem Wind abgewandte Seite.
  • Leine – Seemännische Bezeichnung für ein Seil oder Tau.
  • Lenzen – Vor dem Wind und der See ablaufen, um schweres Wetter zu überstehen.
  • Leuchtfeuer – Fest installiertes Licht an der Küste oder auf Seezeichen zur Navigation.
  • Logge – Gerät zur Messung der Schiffsgeschwindigkeit durchs Wasser.
  • Lot – Gerät zur Tiefenmessung (heute meist elektronisch als Echolot).
  • Luv – Die dem Wind zugewandte Seite.

M

  • Magnetkompasskurs (MgK) – Der am Kompass abgelesene Kurs, beeinflusst durch Missweisung und Deviation.
  • Mann über Bord (MOB) – Notfall, bei dem eine Person ins Wasser fällt – erfordert sofortiges Rettungsmanöver.
  • Mayday – Internationaler Seenot-Funkanruf bei unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben.
  • Missweisung (Mw) – Winkelunterschied zwischen geografischer und magnetischer Nordrichtung.
  • Mole – Steinerne oder betonierte Hafenmauer, die den Hafen vor Seegang schützt.

N

  • Nautik – Die Wissenschaft der Schiffsführung und Navigation.
  • Niedrigwasser (NW) – Niedrigster Wasserstand einer Tide.
  • Nock – Das äußere Ende einer Rah, eines Baums oder einer Spiere.

O

  • Oberwasser – Wasser oberhalb einer Schleuse (Gegenteil: Unterwasser).

P

  • Palstek – Seemannsknoten, der eine feste, nicht zuziehende Schlaufe bildet.
  • Pan-Pan – Internationaler Dringlichkeitsanruf im Seefunk (keine unmittelbare Gefahr, aber dringende Hilfe nötig).
  • Part – Abschnitt einer Leine (stehende Part = befestigtes Ende, loses Ende = freies Ende).
  • Peilung – Richtungsbestimmung zu einem Objekt, gemessen in Grad.
  • Pinne – Hebel am Ruderschaft zur Steuerung kleinerer Boote.
  • Poller – Fester Pfosten am Steg oder an der Kaimauer zum Festmachen von Leinen.
  • Positionslaternen – Navigationslichter, die bei Nacht und bei verminderter Sicht geführt werden müssen.
  • Pricke – Dünner Ast oder Stab als einfaches Fahrwasserzeichen in flachen Gewässern.

Q

  • Querab – Im rechten Winkel (90°) zur Kiellinie des Schiffes.

R

  • Radarreflektor – Vorrichtung, die Radarsignale verstärkt zurückwirft, damit ein Boot auf dem Radarschirm sichtbar wird.
  • Reede – Geschützter Ankerplatz vor einem Hafen.
  • Reffen – Verkleinern der Segelfläche bei zunehmendem Wind.
  • Rettungsinsel – Aufblasbare Rettungsplattform für den Seenotfall.
  • Rettungsweste – Schwimmhilfe mit definiertem Auftrieb (100 N, 150 N oder 275 N je nach Einsatzgebiet).
  • Ruder – Steuereinrichtung am Heck des Bootes, die den Kurs bestimmt.
  • Rundtörn – Eineinhalb Umwicklungen einer Leine um einen Poller oder Ring.
  • Rumpf – Der Schiffskörper ohne Aufbauten, Rigg und Ausrüstung.
  • Rumpfgeschwindigkeit – Maximale Geschwindigkeit eines Verdrängers, abhängig von der Wasserlinienlänge.

S

  • Schäkel – U-förmiger Metallbügel mit Bolzen zum Verbinden von Ketten und Beschlägen.
  • Schallsignal – Akustisches Signal gemäß KVR, gegeben mit Horn, Pfeife oder Glocke.
  • Schiffsschraube – Propeller, der das Boot antreibt (rechtsdrehend oder linksdrehend).
  • Schleusen – Bauwerke zur Überwindung von Höhenunterschieden in Binnenwasserstraßen.
  • Schot – Leine zum Bedienen und Trimmen eines Segels.
  • Schwert – Absenkbares Brett unter dem Rumpf einer Jolle zur Verhinderung von Abdrift.
  • Seegang – Wellenbewegung auf dem Wasser, erzeugt durch Wind.
  • Seekartennull (SKN) – Bezugsfläche für Tiefenangaben in der Seekarte (entspricht etwa dem niedrigsten Gezeitenstand).
  • Seemeile (sm) – Nautische Längeneinheit: 1 sm = 1.852 m = 1 Breitenminute.
  • Seenotsignal – Optisches oder akustisches Signal zur Anzeige von Seenot (z. B. Signalraketen, SOS, Mayday).
  • Seeventil – Absperrventil für Wasser führende Leitungen, die durch den Rumpf gehen.
  • Seitenlicht – Farbiges Positionslicht: rot an Backbord, grün an Steuerbord (je 112,5°).
  • Slip – Bucht im Knoten, die schnelles Lösen ermöglicht; auch: geneigte Rampe zum Slippen (Zu-Wasser-Lassen) eines Bootes.
  • Spring – Festmacherleine, die schräg nach vorne oder hinten führt und das Vor- und Zurückbewegen des Bootes verhindert.
  • Steuerbord – Die rechte Seite des Schiffes in Fahrtrichtung gesehen (Signalfarbe: grün).

T

  • Takelage – Gesamtheit der Masten, Spieren, Drähte und Leinen eines Segelbootes.
  • Tampen – Das freie Ende einer Leine.
  • Tide – Der regelmäßige Wechsel von Ebbe und Flut durch die Anziehungskraft von Mond und Sonne.
  • Tidenhub – Höhenunterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser.
  • Tiefgang – Der Abstand von der Wasserlinie bis zum tiefsten Punkt des Rumpfes.
  • Tonne – Schwimmendes Seezeichen zur Markierung von Fahrwassern und Gefahrenstellen.
  • Topplicht – Weißes Licht am Mast mit einem Abstrahlwinkel von 225° (Maschinenfahrzeuge).
  • Törn – Eine Fahrt mit dem Boot; auch: eine Umwicklung einer Leine.
  • Tragweite – Maximale Entfernung, aus der ein Leuchtfeuer bei klarer Sicht erkennbar ist.
  • Trimm – Die Einstellung von Segeln, Gewichtsverteilung und Ruder für optimale Fahrt.

U

  • Überholen – Vorbeifahren an einem anderen Fahrzeug in gleicher Fahrtrichtung.
  • Unterwasserschiff – Der Teil des Rumpfes, der sich unterhalb der Wasserlinie befindet.

V

  • Verdränger – Bootstyp, der das Wasser verdrängt und nicht ins Gleiten kommt (z. B. Segelboote, Motoryachten).
  • Verklicker – Windrichtungsanzeiger an der Mastspitze.
  • Vorleine – Festmacherleine, die vom Bug schräg nach vorne führt.
  • Voraus – In Richtung vor dem Schiff (Gegenteil von achteraus).
  • Vorfahrt – Begriff der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung: Nach § 25 SeeSchStrO haben Fahrzeuge, die dem Fahrwasserverlauf folgen, Vorfahrt gegenüber einlaufenden, querenden und drehenden Fahrzeugen. Die Kollisionsverhütungsregeln kennen den Begriff nicht; dort heißen die Rollen Kurshalter und Ausweichpflichtiger.

W

  • Wache – Dienstzeit eines Besatzungsmitglieds zur Führung des Schiffes.
  • Want – Seitliche Stahldrähte, die den Mast seitlich abstützen.
  • Wasserlinie – Die Linie, an der die Wasseroberfläche den Rumpf berührt.
  • Webleinstek – Seemannsknoten zum schnellen Festmachen an Pfählen und Ringen.
  • Wende – Kursänderung eines Segelbootes, bei der der Bug durch den Wind geht.
  • Windstärke – Messgröße für die Geschwindigkeit des Windes, angegeben in Beaufort (Bft) oder Knoten.
  • Winsch – Mechanische Seilwinde zum Dichtholen von Schoten und Fallen.
  • Wrack – Überrest eines gesunkenen oder gestrandeten Schiffes.

Z

  • Zeising – Kurze Leine zum Festbinden eines geborgenen Segels.
  • Zirkel – Navigationsgerät zum Abgreifen und Übertragen von Distanzen auf der Seekarte.
- Zweifarbenlaterne – Kombinierte Laterne für Backbord- und Steuerbordlicht, zulässig bei Booten unter 20 m.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell geprüft. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und Prüfungsvorbereitung. Sie ersetzen nicht die amtlichen Prüfungsunterlagen oder die Ausbildung an einer Bootsfahrschule. Trotz sorgfältiger Kontrolle übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

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