Fachkundenachweis Seenotsignalmittel (FKN)
Der Pyroschein – Pflichtnachweis für den Erwerb und Besitz von Seenotsignalmitteln wie Signalraketen und Handfackeln.
Was ist der FKN?
Der Fachkundenachweis Seenotsignalmittel (FKN) – im Volksmund Pyroschein genannt – ist ein amtlicher Nachweis, der zum Erwerb, Besitz und zur Verwendung von pyrotechnischen Seenotsignalmitteln berechtigt. Dazu zählen Signalraketen, Handfackeln, Rauchsignale und Fallschirmsignale. Ohne diesen Nachweis dürfen diese Mittel nach dem Sprengstoffgesetz (SprengG) weder gekauft noch mitgeführt werden.
Warum braucht man den Pyroschein?
Seenotsignalmittel sind für die Sicherheit auf See unverzichtbar – sie ermöglichen es, im Notfall auf sich aufmerksam zu machen. Da es sich um pyrotechnische Gegenstände handelt, unterliegen sie dem Sprengstoffgesetz. Der FKN stellt sicher, dass der Inhaber den sicheren Umgang mit diesen Mitteln beherrscht und die rechtlichen Vorschriften kennt.
Prüfungsablauf
Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. In der Theorieprüfung werden 15 Fragen aus dem Katalog mit insgesamt 60 Fragen gestellt. Jede Frage wird mit 2 Punkten bewertet, sodass maximal 30 Punkte erreicht werden können – mindestens 24 Punkte sind zum Bestehen erforderlich. Der praktische Teil umfasst den Umgang mit echten Signalmitteln: Es wird eine Signalrakete abgeschossen, eine Handfackel entzündet und ein Rauchtopf in Betrieb genommen.
Gültigkeit und Kombi-Tipp
Der FKN ist unbefristet gültig. Viele Bootsfahrschulen bieten den Pyroschein als Kombi-Kurs zusammen mit dem SBF See an. Das ist besonders praktisch, da der praktische Teil mit den Signalmitteln oft direkt im Anschluss an die SBF-Ausbildung durchgeführt wird. Wer regelmäßig auf See unterwegs ist, sollte den FKN frühzeitig erwerben, um die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung an Bord mitführen zu dürfen.
Steckbrief
Fragenanzahl
60 Fragen (15 in Prüfung)
Prüfungsformat
15 Fragen (30 Punkte, mind. 24) + Praxis
Voraussetzung
Mindestalter 18 Jahre
Quelle
DMYV